Aktuelle Meldungen in den Medien, Buchtipps

Aktuelle Meldungen zum Thema Mobilität, Klimaschutz, Klimawandel und Energie mit Verweisen auf die Originalartikel. Dabei wird beachtet, ob diese Artikel auch frei zugänglich sind. Das und die Qualität ist ein Grund dafür, dass häufig auf Artikel der Tageszeitung DerStandard https://www.derstandard.at verwiesen wird. In immer mehr Medien, auch in den Vorarlberger Tageszeitungen sind Artikel nur mit einem Abo lesbar.

Weitere Literatur/Buch und Medien Tipps findet man auf dieser Website hier.

Juli 2026

▼ Grenzüberschreitender Busverkehr

ORF Vorarlberg berichtet unter dem irreführenden Titel "EU öffnet Tür für Busverkehr in die Schweiz" über die Änderung einer EU Regelung zum Güter- und Personenverkehr an EU-Außengrenzen, die auch den öffentlichen Verkehr betrifft. Mancher, der mitbekommen hat, dass täglich mehrere Buslinienen von Verkehrsbetrieben in Liechtenstein und der Schweiz bis nach Feldkirch oder Hohenems fahren und VMOBIL-Linien z.B. von Klaus nach Schaan (470) oder bis Rugell fahren, wird sich wundern. Was kann sich also ändern?
Einige Fakten zum ÖPNV in Vorarlberg: Den öffentlichen Bus-Verkehr in Vorarlberg mit landesweit einheitlich lackierten und beschrifteten Fahrzeugen abzuwicklen war bei der Gründung des VVV im Jahre 1991 eine von vier Säulen des Konzeptes. Dazu kommen die Stadt- und Ortsbusse in jeweils eigenem Design. PS.: Die Idee, die Fahrzeuge zwecks Einnahmen als Werbeflächen anzubieten, passt da nicht dazu. Vermutlich wissen viele nicht, dass die eigentlichen Fahrdienstleistungen von vielen Unternehmen (in deren Besitz auch die Fahrzeuge sind, und bei denen auch die Lenker:innen angestellt sind) erbracht werden. Diese Leistungen werden in regelmäßigen Abständen ausgeschrieben. Wir verstehen das so: Neu wäre, dass auch Unternehmen aus der Schweiz oder Liechtenstein (als Nicht-EU Länder) Linien in Vorarlberg übernehmen könnten, die nicht grenzüberschreitend sind.

▼ Juli-Newsletter der Scientist for Future

Einige Beiträge aus dem Juli Newletter der S4F:

Juni 2026

▼ Vorarlberg lockert Naturschutzgesetz

Es ist bekannt, Fußballweltmeister werden wir nicht, aber bei der Versiegelung hat Österreich Chancen auf den Weltmeistertitel. Die Versiegelungsrate ist zwar zurückgegangen, liegt aber immer noch bei 6,5 ha pro Tag (ÖROK). 30,4% der in Anspruch genommenen Flächen entfallen auf den Verkehr. Am 29. Februar 2024 wurde die „Bodenstrategie“ in der ÖROK-Fassung von Juni 2023 bei einem Treffen der Landesraumordnungsreferent:innen von allen Bundesländern beschlossen. Ziel war schon im Regierungsprogramm 22-24 die jährliche Versiegelung bis 2030 auf 2,5 ha / Tag zu reduzieren.

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Was macht Vorarlberg? Es lockert das Naturschutzgesetz. Außerhalb bebauter Gebiete sind Lagerplätze erst ab 800 m² (statt 400 m²) bewilligungspflichtig, Parkplätze erst ab 2.000 m² (statt 800 m²), Geländeveränderungen erst ab 400 m² (statt 100). Das läuft unter dem Titel "Verwaltungsvereinfachung".

ORF Vorarlberg

Eine Allianz aus Naturschutzbund Vorarlberg, BirdLife Vorarlberg, Bodenfreiheit, Vorarlberger Naturwacht, Alpenverein Vorarlberg, Imkereiverband Vorarlberg, Fischereiverband Vorarlberg und Naturfreunde Vorarlberg hat einen Pressetext und offenen Brief an Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Gantner verfasst. Rainer Siegele, Obmann des Naturschutzbundes schreibt darin z.B. Allein den Wunschzettel der Wirtschaft abzuarbeiten, ist zu wenig. Stellungnahme als PDF-Datei

► 27. Juni - ORF, Wettervorhersage und Nachrichten Wien

Text und Bilder zum Irrsinn auf dieser Welt: Und trotzdem weiter wie bisher?.

Morgen, Sonntag
Höhepunkt der Hitzewelle. Bei Sonne und teils lebhaftem Süd- bis Südostwind liegt der Höchstwert um 40 Grad! Es wäre der erste 40er in der Messgeschichte der Stadt, der bisher heißeste Tag war der 8. August 2013 mit 39,5 Grad. In Wien reichen Temperaturaufzeichnungen über 150 Jahre zurück.

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Bilder: ORF

Ein Kommentar zum Thema, wie so oft, im Standard

Mai 2026

► Blockade am Brenner

Am Samstag, 30. Mai sind die Brennerautobahn und die anderen Straßen wegen einer Kundgebung der Bewohner im Wipptal für mehrere Stunden gesperrt. Das ist schon länger bekannt, die Aufmerksamkeit in den meisten Medien gilt dem befürchteten Verkehrschaos auf den Ausweichstrecken.

Einen Artikel, der auch die Hintergründe beleuchtet, findet man in der Zeit. Man findet dort auch die Verkehrszahlen:

Die Brennerautobahn wurde in den 1960er-Jahren in Betrieb genommen. Seither hat sich das Verkehrsaufkommen nach Angaben der Betreibergesellschaft Asfinag fast versiebenfacht. 2025 befuhren demnach fast elf Millionen Autos und rund 2,5 Millionen Lastwagen die Brennerautobahn. Der Lkw-Verkehr ist seit 2010 um etwa 40 Prozent gestiegen. Der große Andrang führt häufig zu Staus – auch auf den Nebenstrecken, die durch die Ortschaften führen. Die Brennerstrecke ist für viele Transporte nicht die kürzeste,aber die billigste Strecke. Das und anderes hört man in der Ö1 RADIO Sendung Punkt 1, vom Vortag.

Die Berichterstattung und die Kommentare zu dieser Sperre zeigen einmal mehr, wie verückt und absurd der Verkehr auf den Straßen ist. Einige Stunden Stillstand in einem einzigen Tal wird als (wirtschaftliche) Katastrophe dargestellt. Wie war denn das kürzlich mit der Covid-Pandemie? Die Sperre ist seit langem bekannt. Es ist ein Samstag. Schaffen es die Menschen und Güter nicht, einen halben Tag auf Fahrten in dieser Gegend einfach zu verzichten?

Eine Reportage zur Blockade findet man im Standard. Am Ende des Artikels Links zu weiteren Beiträgen. Oder auch beim Schweizer Fernsehsender SRF.

Fakten zum Güterverkehr über die Alpen finden Sie auch im Artikel "Güterverkehr und alpenquerender Verkehr" auf der Hauptseite

► UN-Generalversammlung verpflichtet Länder zu mehr Klimaschutz

Die UN-Vollversammlung hat eine wegweisende Klimaresolution verabschiedet. Die USA stimmten dagegen. Basis ist ein Gutachten, das der Inselstaat Vanuatu initiiert hatte.

Riesige Beachtung hat die Abstimmung in den Medien nicht gefunden, aber einige haben doch berichtet: Die Zeit oder auch der ORF in der Rubrik Religion

► Alles über die Klimakrise - Frag die Science Busters

Eine Sendung auf FM4, Fragen und Antworten, moderiert von Martin Puntigam, Antworten von Reinhard Steurer und anderen.
fm4.orf.at

Eine Bilanz über 30 Jahre Klimakrise zieht Reinhard Steurer in einem Beitrag auf Youtube

► Budgetsanierung ohne Klimapolitik ist mehrfach kontraproduktiv

Mehrere Medien berichten über eine Studie des Wegener Center an der UNI Graz zu den Folgekosten eines Budgetentwurfs ohne Klimapolitik

Ein paar Fakten aus den Artikeln dazu:

  • In der Regel importiert Österreich jährlich fossile Energieträger im Wert von 8 bis 12 Milliarden Euro. In Zeiten hoher fossiler Energiepreise ist dieser Wert allerdings deutlich höher: 2022 waren es 18 Milliarden
  • Extremwetterereignisse haben in Österreich seit 1980 jährlich rund 450 Millionen Euro an direkten Schäden verursacht. Das Ausmaß nahm zuletzt stark zu: Vier der fünf Jahre mit den höchsten EU-weiten Schäden liegen nach 2020. Die Kosten des Starkregens im September 2024 im Tullnerfeld werden mit mehr als 1 Milliarde angegeben.
  • Bis 2050 rechnet die aktuelle langfristige Budgetprognose in einem Business-as-usual-Szenario wegen der Verfehlung der EU-Klimaziele mit Strafzahlungen in Summe von bis zu 46 Milliarden Euro.
  • Die klimaschädlichen Subventionen liegen noch immer bei ca. 5 Millarden Euro pro Jahr.

Originalstudie auf der Webseite des Wegener Center

► Umweltbundesamt - TGH Hochrechnung 2025

Nach drei aufeinander folgenden Jahren mit sinkenden THG Emissionen sind die Emissionen 2025 gegenüber 2024 wieder um ca. 1% gestiegen. Die Zuwächse kommen aus Energie und Industrie und dem Sektor Gebäude. Die Emissionen aus dem Verkehr habe um 6,2% abgenommen. Lesen Sie mehr auf der Webseite des Umweltbundesamtes.

April 2026

► 29. April - Internationaler Tag gegen Lärm

Verkehr ist in Vorarlberg mit Abstand der größte Lärmerreger, wie Daten der Statistik Austria zeigen. Fast jeder zweite Vorarlberger fühlt sich zu Hause von Verkehrslärm belastet, besonders störend wird dabei Motorrad- und Mopedlärm angegeben. ...

Dazu berichten mehrere Medien, darunter der ORF Vorarlberg, laerminfo.at und andere. Wundern wir uns darüber, welchen Preis wir für die autozentrierte Mobilität bezahlen. Die leiseste Mobilität ist die aktive oder "sanfte" Mobilität. Zwei Tage früher war der Tag des Zu-Fuß-Gehens. Einen Beitrag dazu finden Sie hier. Oder lesen Sie auch unsere Analyse zum Schalltechnischen Bericht im Zuge des neuen UVP Verfahrens zum Stadttunnel Feldkirch.

► 2. April - Welterschöpfungstag für Österreich

Österreich hat heuer die natürlichen Ressourcen gegenüber dem Vorjahr erst vier Tage später verbraucht. Na immerhin! Dabei wird der erhöhte Spritpreis noch nicht in die Berechnungen eingegangen sein.

Mehr dazu im Standard

März 2026

► VCÖ Faktsheet zum Flugverkehr

Wußten Sie, dass

  • 43% der Flüge ab Wien-Schwechat kürzer als 1000 km sind?
  • 1% der der Weltbevölkerung 50 Prozent der Emissionen des Flugverkehrs verursachen?
  • der Flughafen Wien im Jahr 2025 mit mehr als 32 Millionen so viele Fluggäste wie noch nie verzeichnete
  • Prognosen für die europäische Luftfahrt davon aus gehen, dass die Anzahl der Flüge bis zum Jahr 2050 um mehr als 50 Prozent über dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird?
  • die CO2-Emissionen basierend auf dem in Österreich getankten Kerosin im Jahre 2024 rund drei Millionen Tonnen waren und rund 13 Prozent der gesamten CO2-Emissionen des Verkehrs ausmachen?
  • es im Jahre 2024 in Österreich 238 registrierte Privatjets gab?

Das und viel mehr erfahren Sie im aktuellen VCÖ-Faktsheet Flugverkehr

► Pressedienst der Landesregierung

► Newsletter Klimaaktiv Mobilität

Februar 2026

► SRF Sternstunde Philosophie - Du kannst nichts gegen die Klimakrise tun

► VCÖ Fachbefragung: Wie kann man den Verkehrsaufwand im Personenverkehr reduzieren?

► Newsletter der Scientists for Future>

Jänner 2026

► Parkplatzgebühren beim Stadion Schnabelholz in Altach

► Stellplatzverordnung - Südtiroler Siedlungen

► Stefan Rahmstorf zu den Hindernissen im Klimaschutz

► Ikea in Dornbirn?

► Straßenbauprojekte und Verkehrschaos

► Österreich verfehlt mit aktuellem Kurs die Klimaziele 2030 deutlich

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